Ulrich Wokulat zum Schwimmbad Auermühle Redebeitrag Ratsherr Wokulat (CDU) für die Sitzung des Rates der Stadt Leverkusen
am 13.2.2012, Tagesordnungspunkt „Freibad Auermühle“Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, wir treffen heute hier eine Entscheidung, die nicht leicht fällt: Die Aufgabe des kommunalen Betriebes des Freibades Auermühle. Die Verwaltung sieht mit ihrer Vorlage die Aufgabe für immer vor. Wir müssen uns damit abfinden, dass Schlebusch mit der Aufgabe der Auermühle einen wesentlichen Teil zur Sanierung unseres Haushalts beitragen muss. Das Bündnis aus CDU, Grünen, Freien Wähler und FDP sieht hierzu mit unserem Antrag den Kompromiss vor, den Betrieb auszusetzen, bis eine Aufnahme haushaltsrechtlich wieder möglich ist oder ein privater Investor für den Badebetrieb gefunden ist. Zum Hintergrund möchte ich einige Worte verlieren: Das Freibad Auermühle ist ein einfaches, aber ein beliebtes Bad. Es ist ein Bad ohne Wasserrutsche, ohne Warmwasserbecken und ohne andere Einrichtungen, die weit über die kommunale Daseinsvorsorge hinaus gehen. Aber es ist ein beliebtes Bad, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Und es ist ein wichtiger Teil kommunaler Grundversorgung. Hinzu kommt nicht nur die gute Erreichbarkeit – ein unschlagbarer Vorteil, gerade für Kinder, Jugendliche und Senioren. Vielmehr ist auch die Lage einmalig dadurch, dass das Bad inmitten eines Regionalen Grünzuges liegt. Deshalb ist es anerkennenswert, was der Förderverein geleistet hat. Ich danke den Mitgliedern des Fördervereins daher ausdrücklich für ihre Bereitschaft und ihr Engagement für die Auermühle. Sie haben damit etwas geschafft, was von kaum einem anderen Stadtteil in Leverkusen verlangt wird: Einen hohen Beitrag zu freiwilligen Leistungen mit Bedeutung für den eigenen Stadtteil. Ebenfalls danke ich ausdrücklich dem potentiellen Investor, der sich aus Sympathie zu seinem Stadtteil Schlebusch zum Weiterbetrieb des Freibades bereit erklärt hat. Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich auch die Wirtschaftlichkeit, und zwar in dem Sinne, dass sich der Badebetrieb für ihn durch anderweitige Nutzung eines Teils der Fläche rechnet. Ich bin sicher, dass ihm das unter gleichzeitiger Wahrung des Charakters des Geländes gelingen wird. Aber auch für den Fall, dass ein Investor nicht zur Verfügung stünde, erwarte ich mittel- bis langfristig eine erneute Perspektive für das Bad. Wir entscheiden heute über einen wichtigen Schritt zur Haushaltskonsolidierung. Ich bin davon überzeugt, dass uns diese auch gelingen wird. Für diesen Fall wäre auch ein erneuter Badbetrieb möglich; im Übrigen könnten haushalterische Möglichkeiten auch aus zweckgebundenen Einnahmen herrühren, sollten diese aufgetrieben werden können. Damit komme ich zum nächsten: Wir wollen als Rat über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zu einem frühen Zeitpunkt informiert werden. Und weiter: Mir persönlich ist es wichtig, dass sich die Verwaltung bei der Machbarkeitsstudie auf Verwendungen in den Bereichen Sport, Freizeit, Grün und Freifläche konzentriert. Eine reine oder überwiegende Nutzung beispielsweise zur Wohnbebauung ist keine Option und wäre ein großer Fehler. Ein Eingriff in den Regionalen Grünzug kann überhaupt nur zu dem Zwecke erfolgen, um die gleichzeitige Nutzung des Geländes als Schwimm- bzw. Freizeitmöglichkeit zu erhalten. Ein Verkauf des Geländes lediglich mit dem Ziel, möglichst hohe Einnahmen zu erzielen, um hiervon andere Investitionen zu finanzieren, wird der Bedeutung des Geländes für Leverkusen und insbesondere für Schlebusch nicht gerecht. Ich erwarte von der Verwaltung, dass dies Berücksichtigung findet. |
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am 13.2.2012, Tagesordnungspunkt „Freibad Auermühle“


